Mit gut einstündiger Verspätung hatte das Match auf Center Court I beginnen müssen, weil es "pünktlich" zum eigentlichen Spielbeginn um 12:00 Uhr leicht zu regnen begann. Kohlschreiber war topfit von der ersten Minute an, von seiner muskulären Verspannung in der Wade, die er sich im ersten Einzel am letzten Sonntag gegen den Italiener Davide Sanguinetti zugezogen und wegen der er im zweiten Match gegen Argentinien nicht eingesetzt wurde, nicht zu merken. Lauffreudig zeigte er sich, aufschlagstark, aggressiv, was zur Folge hatte, dass er den ersten Satz sicher mit 6:3 für sich entscheiden konnte. Im zweiten Durchgang drehte Robin Vik, der bei seinem ersten Einsatz in Düsseldorf mit einem Sieg gegen Gaston Gaudio überrascht hatte, auf und schaffte mit dem 6:3 den vorübergehenden Satz-Ausgleich. Im dritten Durchgang aber dominierte wieder Philipp Kohlschreiber. Angefeuert von den knapp 8 400 auf dem fast ausverkauften Center Court I spielte er sein bislang bestes Tennis, dominierte von der Grundlinie, griff beherzt an und verwandelte mit einem Volley den ersten von zwei Matchbällen.
Damit liegt Deutschland nach dem ersten Einzel mit 1:0 in Führung. Im zweiten Einzel stehen sich derzeit Nicolas Kiefer und Tomas Berdych gegenüber.
In der zweiten Partie dieser "roten Gruppe" liegt Vorjahresfinalist Argentinien mit 1:0 gegen Italien in Führung. Dabei machte Jose Acasuso beim 6:2, 6:0-Erfolg über Davide Sanguinetti kurzen Prozess. Trotz des vorzeitigen Ausscheidens der Argentinier zog Jose Acasuso für sich ein positives Fazit: "Ich bin mit meiner Leistung hier zufrieden, habe alle meine drei Spiele gewonnen und fahre voller Zuversicht nach Paris zu den French Open."
Derzeit läuft auf Center Court II das zweite Einzel zwischen David Nalbandian und Filippo Volandri.