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Spielername: Nicolas Kiefer
Kiwi's web site: http://www.nicolaskiefer.de/
Freitag, 23. Mai 2008

© Perenyi
Gestern Abend haben wir uns mit dem ganzen Team zusammen gesetzt und natürlich nochmal alle Möglichkeiten durchgespielt um ins Finale zu kommen – das ist uns ja leider nicht gelungen. Das heute war eine echt enge Partie, sie war nicht so wir ich sie mir vorgestellt habe – es ist schade so knapp in 3 Sätzen zu verlieren. Die Stimmung war trotz der Niederlag phantastisch und man hat gespürt wie die Fans mitgefiebert haben. Heute ging es nicht um einen Schönheitspreis sondern ganz einfach um Sieg oder Niederlage dieses Matches. Alle beide wollten wir mit Ach und Krach gewinnen und beide hatten wir den Traum vom Einzug ins Finale. Die Enttäuschung, das nicht geschafft zu haben ist sehr groß. Nie standen die Chancen größer als in diesem Jahr das Finale zu erreichen. Es war eigentlich alles drin.

Gedanken über Paris habe ich mir bisher keine gemacht. Ich musste mich hundert prozentig auf dieses Turnier konzentrieren.

Zuletzt hab ich von der Auslosung gehört und dass ich gegen Jarkko Niemienen spielen muss. Das ist ein guter Freund von mir auf der ATP-Tour – auf jeden Fall ein netter Kerl.

euer Kiwi

 

Donnerstag, 22. Mai 2008

© Perenyi
Morgen wird das Publikum eine ganz wichtige Rolle spielen. Ihr müsst uns helfen und ins Finale peitschen. Es war einfach schade, dass uns erstmals nicht das 1:0 gelang.

Ich werde versuchen das Ding noch zu drehen. Heute morgen habe ich eine harte Trainingseinheit mit meinem Coach Sascha hinter mir, danach bin ich runter auf den Court und habe Kohli angefeuert. Anschließend gings für mich dann zur Pflege und dann direkt ins Hotel um zu schlafen. Denn morgen werde ich alle Kraft brauchen.

Gestern Abend war ich und unser Team auf der Verleihung der Fair Play Trophy. Es war ein sehr sehr schöner Abend.

Aus Teamsicht sind solche Events wichtig fürs Wir-Gefühl, aber viel wichtiger noch ist die Chance für uns Spieler den Sponsoren und den vielen Helfern etwas durch unsere Anwesenheit zurück zu geben. Nach dieser Veranstaltung sind wir zurück ins Hotel gefahren und haben mit Ballack mitgefiebert. Wir hoffen natürlich, dass wir es im Finale besser machen werden.

Also, bis morgen dann,

euer Kiwi

 

Mittwoch, 21. Mai 2008

© Perenyi
Ich bin total enttäuscht über den heutigen Spielverlauf. In meinem Einzel und auch im Doppel waren genug Chancen da, um das Ding heute zu gewinnen.

Besonders ärgere ich mich über mein Einzel, da ich nicht gut gespielt habe und Simone seine Chance einfach besser genutzt hat.

Das Positivste heute aus meiner Sicht: meine Gesundheit ist wieder top, der Infekt besiegt.

Die Stimmung der Zuschauer war sehr gut, vergleichbar mit der in Hamburg, aber meine Leistung reichte heute einfach nicht an die von Hamburg ran.

Danach musste ich erstmal im Wald joggen gehen, um meine Frustration abzubauen. So mache ich das immer, weil die Bäume geben keine Widerworte.

Ich habe mich heute sehr gefreut Timo Boll zu treffen und wir haben uns direkt für Peking zum Joggen verabredet. Uns verbindet eine enge Sportlerfreundschaft.

Aber zuvor fiebern wir beide auf den Samstag hin, da möchte ich zum dritten Mal die Mannschaftsweltmeisterschaft gewinnen und Timo möchte zum ersten Mal

deutscher Mannschaftsmeister mit Borussia Düsseldorf werden.

Also, bis morgen dann,

euer Kiwi

 

Dienstag, 20. Mai 2008

© Perenyi
Den gestrigen Tag habe ich dafür genutzt wieder fit zu werden. Ein paar Stunden Schlaf und viel Wasser bewirken schon einiges. Am Abend war ich dann mit der Mannschaft essen – Sushi, ich liebe Sushi wirklich über alles. Dem geplanten Pokerabend konnte ich mich leider nicht mehr anschließen, da ich meinem Körper nicht zuviel zumuten wollte. Also habe ich mich gleich ins Bett gelegt und die ganze Nacht super geschlafen. Heute morgen war ich ein paar Bälle schlagen, dass hat wirklich gut geklappt und im Anschluss war ich dann ganz relaxt eine Runde im Wald laufen. Ich freue mich tierisch auf meinen ersten Einsatz und kann es kaum erwarten, vor den Super-Fans im Düsseldorfer Rochusclub auf den Platz zu gehen.

Meine Mannschaftskollegen zeigen ja bislang eindrucksvoll, dass wir dieses Jahr wieder ganz oben mitspielen möchten. Phillip hat heute genauso wie am Sonntag zum 1:0 vorgelegt und das freut das ganze Team. Bei meiner Begegnung gegen Bolelli muss ich mich überraschen lassen, da ich noch nie gegen ihn gespielt habe. Aber ich hoffe das Beste. Der größte Sieger ist aber ganz eindeutig Christopher Kas, der hat sich gestern gefreut wie ein König. Das war sein erstes Match und sein erster Sieg für Deutschland, vor allem aber ein großer Erfolg für uns alle.

Dass wir beim ARAG-World-Team-Cup als geschlossenes, intaktes Team auftreten ist für den Erfolg total wichtig. Denn diesen Titel kann man nicht alleine gewinnen. Nur als Mannschaft sind wir stark! Das muss und hat hier jeder verinnerlicht.

Also, bis morgen dann,

euer Kiwi

 

Montag, 19. Mai 2008

© Perenyi
An den Anfang dieses Blogs muss ich ein grosses Sorry stellen. Sorry dafür, dass ich heute nicht gespielt habe. Aber es ging echt nicht. Ich habe mich total schlapp gefühlt. Da war es klüger, Denis die Chance zu geben. Und jetzt bin ich total froh, dass wir das Match gegen Spanien gewonnen haben. Ein Riesen-Kompliment an Philipp und Christopher, die mit dem Druck des Siegenmüssens sehr gut umgegangen sind.

Ein Blick zurück auf den Sonntagabend: Zum Abschluss des 1. Turniertages haben wir mit dem gesamten Team noch zusammen gesessen. Wir haben gemeinsam gegessen und uns unterhalten, aber ich bin auch recht früh in mein Bett verschwunden. Die letzten Turniertage in Hamburg haben mir doch mehr zugesetzt als ich gedacht habe. Ich habe dann sehr schlecht geschlafen und bin früh aufgestanden um ein paar Bälle mit Denis zu schlagen. Aber ich habe schnell gemerkt, dass ich nicht ganz gesund sein kann. Der Doc bestätigte dann, dass ich mir einen Infekt eingefangen haben muss, verschrieb mir ein paar Medikamente und gab mir den Rat, den Tag im Bett zu verbringen.

Ich habe lange überlegt was ich jetzt tun soll und mich auch mit Patrik abgestimmt. Leider war das Risiko zu groß, dass ich für eine lange Zeit aussetzen muss wenn ich spiele. Deshalb wurde mir auch vehement davon abgeraten. Dass war definitiv eine schwere Entscheidung für mich - ich bin sehr enttäuscht über die Situation. Ich spiele sehr gerne im Rochusclub und habe hier in den letzten Jahren jede Menge gute Erfahrungen gemacht. Besonders für die Fans tut es mir leid. Ich habe in Hamburg stark gespielt, das hätte ich gerne auch hier gezeigt.

Auf jeden Fall werde ich erstmal viel schlafen und trinken und hoffe dann bis Mittwoch wieder fir für einen Einsatz zu sein. Das ist der Plan.

Zum Glück unterstützt Denis Gremelmayer als 5. Mann das Deutsche Team. Er ist auf jeden Fall eine Bereicherung für uns.

Vielleicht schaffe ich es heute Abend noch, bei der Pokernacht im Clubhaus des Rochusclub vorbeizuschauen und ein bisschen Sushi mit ihm und den Jungs zu Essen.

Also, bis morgen dann,

euer Kiwi

 


Sonntag, 18. Mai 2008

© Perenyi
Hallo zusammen,

ich werde euch in den nächsten Tagen mal schildern, wie ich die Tennis-Mannschafts-WM hier in Düsseldorf ganz persönlich erlebe. Es ist ja wegen meiner Verletzung nun schon zwei Jahre her, dass ich hier gespielt habe. Ich freu mich jedenfalls auf die Woche und denke schon, dass sie echt super werden kann für unser Team.

Ein bisschen müde war ich schon, als ich gestern Nachmittag hierher gekommen bin. Nach meiner Niederlage in Hamburg am Freitagabend bin ich erstmal gleich nach Hause gefahren und habe in meinem eigenen Bett geschlafen – und ausgeschlafen. Das hat ganz gut getan, echt wichtig. Gestern nach der Ankunft dann hab ich mich erst noch mal ein bisschen ausgeruht, anschließend bin ich mit meinem Trainer Sascha Nensel in den Wald gegangen, ein bisschen joggen. Das hat schon Tradition hier in Düsseldorf. Nur für eine halbe Stunde, ganz locker, anschließend eine Massage – das tat schon gut nach den drei anstrengenden Spielen in Hamburg.

Abends ging es ja dann schon mit einem offiziellen Teil gleich weiter, der Opening Party. Das war ganz nett, zum ersten Mal in einer ganz neuen Location. Sonst war das ja immer im SAM’s, einer Disko in der Innenstadt. Das gestern war aber echt das Beste. Super Atmosphäre, gute Musik und echt gutes Essen. Leider mussten wir alle relativ früh gehen, aber erstens war ich eh noch ein bisschen müde von den vergangenen, anstrengenden Tagen – und außerdem gibt ja auch was zu tun hier diese Woche.

Heute früh war ich dann ganz früh auf der Anlage. Hab ein bisschen trainiert, mit Christopher Kas. Danach gab es eine echt überraschende Aktion mit zwei Zirkuselefanten, die der Rochusclub auf die Anlage gebracht hatte. Echt lustig. Ich habe versucht, ihnen ein bisschen Tennis beizubringen. Fußball spielen konnten sie allerdings besser. Das war echt eine beeindruckende Sache, auch, wie mich der eine auf die Stoßzähne genommen und hochgehoben hat. Erst hab ich mich nicht so wohl gefühlt, aber als ich einmal da oben war, war’s besser.

Der Philipp hat uns ja dann 1:0 gegen Spanien in Führung gebracht. Eine gute Ausgangsposition für mich und mein Match gegen Lopez morgen. Heute Abend werden wir mit unserer großen Gruppe wahrscheinlich gemeinsam essen gehen, es ganz ruhig angehen lassen und dann freu ich mich auf morgen und einen hoffentlich guten Start in die neue Woche.

Also, bis morgen dann,

euer Kiwi

 





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